GERDA HENKEL STIFTUNG
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GERDA HENKEL STIFTUNG Zur Ausstellung „Steppenkrieger. Reiternomaden des 7.–14. Jahrhunderts aus der Mongolei“, LVR-LandesMuseum Bonn
Die in der Ausstellung „Steppenkrieger“ im LVR-LandesMuseum Bonn gezeigten Funde aus der Mongolei wurden im Rahmen eines von Prof. Dr. Dr. h.c. Jan Bemmann, Bonn, gemeinsam mit der Mongolischen Akademie der Wissenschaften durchgeführten Forschungsprojekts restauriert und konserviert. Die Gerda Henkel Stiftung hat das Vorhaben seit 2008 begleitet und mit Fördermitteln in Höhe von 70.000 Euro zur Übernahme von Personal- und Sachkosten unterstützt.
Die Gerda Henkel Stiftung
Die Gerda Henkel Stiftung wurde 1976 von Frau Lisa Maskell (1914–1998) zum Gedenken an ihre Mutter Gerda Henkel errichtet. Die Gerda Henkel Stiftung ist eine von der heutigen Henkel AG & Co. KGaA unabhängige, gemeinnützige Einrichtung privaten Rechts mit Sitz in Düsseldorf. Ausschließlicher Stiftungszweck ist die Förderung der Wissenschaft, vor allem der Historischen Geisteswissenschaften. Seit ihrer Gründung hat die Gerda Henkel Stiftung weltweit knapp 6.000 Forschungsvorhaben mit rund 100 Millionen Euro unterstützt.
Das Engagement der Gerda Henkel Stiftung in Zentralasien
Seit 2004 unterhält die Gerda Henkel Stiftung ein Sonderprogramm für Wissenschaftler aus der Region Zentralasien. Im Rahmen dieses Programms werden Forschungsprojekte gefördert und einzelne Wissenschaftler mit Stipendien unterstützt. Die Förderungen erstrecken sich auf den Bereich der Historischen Geisteswissenschaften und umfassen insbesondere die Fächer Archäologie, Geschichte und Kunstgeschichte. Zentral ist der Aspekt der Kooperation zwischen Wissenschaftlern aus der Region Zentralasien und Deutschland sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Seit Bestehen des Sonderprogramms hat die Stiftung Fördermittel in Höhe von über vier Millionen Euro verteilt auf ca. 180 Projekte zur Verfügung gestellt.
Der Förderschwerpunkt „Mongolei“
Die Mongolei und Deutschland sind traditionell eng miteinander verbunden. Laut Auswärtigem Amt ist Deutschland der wichtigste Handelspartner der Mongolei in der Europäischen Union. Ausgehend von den engen Bindungen der Mongolischen Volksrepublik an die DDR sind bis heute bei ca. 30.000 Mongolen noch Kenntnisse der deutschen Sprache und persönliche Vertrautheit mit Deutschland anzutreffen. Gemessen an der Größe der Bevölkerung hat die deutsche Sprache damit eine in Ostasien einzigartige Bedeutung. (Quelle: Auswärtiges Amt)
Im Bereich der Archäologie bietet die Mongolei innerhalb der Region Zentralasien außergewöhnlich gute Bedingungen für ausländische Forscher und freie Forschungsmöglichkeiten für internationale Teams. Die Unterstützung sowohl durch diplomatische Vertretungen als auch durch wissenschaftliche Einrichtungen vor Ort ist exzellent.
Im Frühjahr 2008 wurde von den Stiftungsgremien daher innerhalb des Sonderprogramms ein Förderschwerpunkt zur Umsetzung wissenschaftlicher Vorhaben in der Mongolei eingerichtet. Der Schwerpunkt wurde ausgestattet mit einer Gesamtsumme von EUR 330.000,00 für Forschungsprojekte im Bereich Archäologie sowie Stipendien im Bereich Geschichte. Die Fördermittel sollten insbesondere für große, langfristig geplante archäologische Projekte vergeben werden und zur Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern beitragen.
Im Herbst 2008 wurde anlässlich einer Reise von Bundespräsident Horst Köhler in Ulan Bator ein Kooperationsabkommen zwischen der Mongolischen Akademie der Wissenschaften, der Nationaluniversität der Mongolei und der Gerda Henkel Stiftung abgeschlossen. Für die mongolische Seite unterzeichneten der Präsident der Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. Baatar Chadraa, sowie der Rektor der Nationaluniversität, Prof. Dr. Tserensodnom Gantsog, die Vereinbarung. Die Stiftung war durch den Vorsitzenden des Vorstands, Dr. Michael Hanssler, vertreten, Bundespräsident Köhler und der mongolische Staatspräsident Nambaryn Enkhbayar wohnten der Zeremonie bei.
In Anbetracht der ausgezeichneten wissenschaftlichen Ergebnisse und der guten Zusammenarbeit mit den mongolischen Partnern haben die Stiftungsgremien im Jahr 2011 eine Fortsetzung des Engagements in der Mongolei beschlossen und für deutsch-mongolische Projekte im Bereich Archäologie erneut Mittel in Höhe von 300.000 Euro zur Verfügung gestellt. Ein entsprechendes Abkommen zwischen der Mongolischen Akademie der Wissenschaften und der Stiftung wurde am 13. Oktober 2011 anlässlich des Besuchs der Bundeskanzlerin in der Mongolei durch den Präsidenten der Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. B. Enkhtuvshin, und den Vorstandsvorsitzenden der Gerda Henkel Stiftung, Dr. Michael Hanssler, unterzeichnet. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und der mongolische Premierminister Sukhbaatar Batbold wohnten der Unterzeichnung bei.
Die Förderung der Stiftung in der Mongolei konzentriert sich auf Projekte in der UNESCO-Welterbestätte „Kulturlandschaft Orchon-Tal“ mit der uighurischen Hauptstadt Harbalgas und der alten Reichshauptstadt Karakorum.
Kontakt
Gerda Henkel Stiftung, Pressestelle
Dr. Sybille Wüstemann (wuestemann@gerda-henkel-stiftung.de)
Dr. Anna-Monika Lauter (lauter@gerda-henkel-stiftung.de)
Telefon: 0211 93 65 24 0
Internet: www.gerda-henkel-stiftung.d
